Ausleitungsverfahren

Das Blut als Trägersubstanz im Körper hat viele Aufgaben. Um allen Funktionsweisen gerecht zu werden, benötigt es jedoch ein recht stabiles Verhältnis von Säuren zu Basen. Wissenswert ist hierbei, dass die Endprodukte im Stoffwechsel der Zellen in der Regel saurer Natur sind und der gesunde Körper schon ein steter Säureproduzent ist. Wird nun durch Krankheit oder Stress der Stoffwechsel des Körpers allgemein gesteigert, müssen die sauren Reststoffe im umliegenden Gewebe zwischengelagert werden, damit das Blut in seiner Funktionsweise nicht beeinträchtigt wird.

Dieser Speicher im Zwischenzellgewebe, dem Interstitium, ist sehr groß. Drei Gesichtspunkte sind hier jedoch zu beachten:

  1. Die Kommunikation der Gewebezellen untereinander vermindert sich, je mehr in den Zwischenlagern steckt. Dies vermindert Hormon- und Nervenreaktionen und die vegetative Anpassung an äußere Einflüsse (wie Kälte, Wärme etc.).
  2. Die überflüssigen "Schlacken" im Blut werden in alle Gewebe getragen. Einige Stellen im Körper sind weniger gut vom Blut ver- und entsorgt - sie werden bradytroph genannt. Einmal abgelagerte Stoffe werden hier schlecht wieder wegtransportiert (z.B. Gelenke).
  3. Um das Interstitium von den Schlacken zu befreien, braucht der Organismus Ruhe und eine mineralstoffreiche Ernährung, um Säuren und andere Reststoffe dem Gewebe wieder entziehen zu können.

Am deutlichsten spürbar sind Beeinträchtigungen im Bewegungsapparat, die sich vor allem durch Schmerzen in Gelenken und verspannte Muskeln bemerkbar machen.

Hier unterstützen Anwendungen von außen wie Schröpfmassagen, Wickel, Salben und Massagen.

Entschlackung bedeutet aber auch, die Organe durch Tees oder andere Arzneien anzuregen, um dem Körper als Pforten für Stoffwechselabbauprodukte nach außen zu dienen.

  1. Die Niere: Sie scheidet saure Stoffe aus, welche durch erhöhte Stoffwechselaktivität oder viel Eiweißkonsum entstehen.

    Allerdings ist sie auch mit der Blutdruckregulation und Aufrechterhaltung der Mineralkonzentration im Blut beschäftigt, was ihre rein entsäuernde Tätigkeit beeinträchtigt.

  2. Die Leber: Sie scheidet giftige Stoffe und langkettige Schlacken über die Gallenblase aus, die sie vorher in möglichst ungefährliche Stoffe umgewandelt hat.

    Außerdem produziert sie die Gallensäure, welche wir für unsere Fettverdauung benötigen, reguliert unseren Blutzuckerspiegel und stellt alle Eiweiße zusammen, die der Körper für seine Funktionsfähigkeit braucht.

  3. Die Haut: Hier sind Hauterscheinungen wie Xanthelasmen (fettig) und Exantheme/Gichtknoten (sauer) deutliche Symptome. Auch starke Schweißproduktion ist ein Zeichen, dass die inneren Organe (Niere/Leber), in ihrer Funktion nicht ausreichen. Mittels Bürstenmassagen oder Körperölbäder kann die Haut zusätzlich entlastet werden.

Indikationen: Entschlackung ist bei allen chronischen Erkrankungen, Allergien und dauerhaften Schmerzen anzuraten. Auch längere Belastung von Schadstoffen, sollte durch Ausleitungsmassnahmen entgegengewirkt werden, um den Organismus möglichst schnell von den ihn schädigenden Stoffen zu befreien (u.a. Amalgam-Ausleitung).

Die unterstützende basenreiche Ernährung ist Teil einer guten Ausleitungstherapie.