Psychosomatik

Die medizinische Disziplin, die sich mit den Wechselbeziehungen zwischen seelischen, körperlichen und sozialen Vorgängen befasst.

Bevor eine psychosomatische Betrachtung Sinn macht, sollte der Patient die Symptome fachärztlich abklären lassen. Die Schulmedizin bietet hier gute Möglichkeiten, die körperlichen Symptome genau abzuklären.

Resultiert aus der medizinischen Untersuchung, dass keine körperlichen Ursachen die Symptome hervorrufen, so spricht man von somatoformen Erkrankungen. So werden körperliche Beschwerden bezeichnet, die sich nicht oder nicht hinreichend auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen.

Häufig vorkommende Beschwerden, die dieser Gruppe zuzuordnen sind, sind u.a. funktionelle Beschwerden des Herz-Kreislauf Systems, des Magen-Darm-Bereiches und des Skelett- und Muskelsystems.

Man geht davon aus, dass psychosomatische Beschwerden entstehen, wo wichtige Teile der Persönlichkeit zurückgestellt wurden. In unserer schnelllebigen, leistungsorientierten Zeit bekommen Gefühle oder Bedürfnisse oft nicht mehr den Raum, den sie benötigen, um erlebt zu werden.

Unser Unbewusstes sucht sich im Körper einen Ort, an dem dieser Unmut, diese Angst, diese Überforderung oder Ähnliches, ein Eigenleben beginnen darf.

Dies zu ergründen und nach praktischen Auswegen zu suchen, ist Aufgabe der psychosomatischen Therapie.