Shiatsu (aus dem asiatischen übersetzt „Finger-Druck”)

Es handelt sich um eine Druckmassage entlang der Meridiane des Körpers. Die Meridiane sind wie elektromagnetische Adern in unserem biochemischen Organismus. Ähnlich dem Herz-Kreislauf-System entstehen durch Stauung (Überdruck) oder Unterversorgung (Insuffizienz) krankhafte Symptome in den umliegenden Bereichen. In der asiatischen Medizin sind alle körperlichen Veränderungen durch dieses energetische System der Meridiane darstellbar und die Akupunktur basiert auf Nadelung bestimmter Punkte entlang dieser Bahnen.

Das Shiatsu kommt ohne technische Hilfsmittel aus. Auch kann der Patient während der Behandlung vollkommen angezogen bleiben, wobei die Kleidung Bewegungsfreiheit während der Behandlung gewähren sollte. Man liegt wahlweise auf einer Bodenmatte oder einer Behandlungsliege.

Der Beginn ist eine Hara-Diagnose. Zeichnung und Beschreibung hierzu: www.nevermann.de/masunaga.htm

Der Bauchraum zwischen Rippen und Becken bildet die Meridiane in ihrem momentanen Zustand ab. Hiernach und in Bezug auf die allgemeinen weg Anamnese, werden zwei oder drei Meridiane zur Behandlung ausgewählt und dem Patienten ihre Funktion und Bedeutung beschrieben.

Die Behandlung beginnt meist mit den Wasser-Meridianen. Diese lassen den Körper in sich zur Ruhe kommen. Sie laufen über Rücken und Hinterbeine, sodass das Vertrauen zur körperlichen Kontaktaufnahme durch den Behandler recht einfach entsteht. Dann werden die ausgesuchten Meridiane bearbeitet. Der Patient sollte während der Behandlung seine körperlichen Empfindungen äußern, um sich so über deren Ursachen zu erkundigen. Abschließend erfolgt eine weitere Hara-Diagnose, die direkt den Erfolg der Behandlung aufzeigen kann.

Eine Shiatsu-Behandlung verstärkt die Selbstwahrnehmung für den eigenen Körper und seine Prozesse, verbessert das Verständnis für die Symptome und steigert so die Selbstheilungskräfte des Organismus.